Seit Dezember 2019 bestimmt die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 mehr und mehr die mediale Berichterstattung. Nach dem Auftreten der ersten Fälle in der Bundesrepublik Deutschland kam es in der vergangenen Woche auch im Land Brandenburg zu zahlreichen Hamsterkäufen in Supermärkten und im Großhandel. Offenkundig sind Teile der Bevölkerung zutiefst verunsichert, zumal sich zeigt, dass die zuständigen deutschen Behörden auf den Ausbruch einer Epidemie gleich welcher Erkrankung teilweise nur unzureichend vorbereitet sind. Im Land Brandenburg sind die Gesundheitsämter für die Gesundheitsvorsorge zuständig. 

Aufgabe der Gesundheitsämter ist es, die gesundheitlichen Belange der Bevölkerung zu schützen und zu fördern, die Entwicklung zu beobachten und zu bewerten und auf notwendige Hilfsangebote hinzuwirken. Zugleich informiert und beraten die Ämter in allen Fragen der Gesundheitsförderung, Gesundheitsgefährdung und Krankheitsverhütung. Senioren sind durch das neue Coronavirus besonders gefährdet. China hat Sterberaten von bis zu 15 Prozent bei älteren Leuten beobachtet, so dass auch in Deutschland von einer erhöhten Sterberate bei Senioren auszugehen ist. Wie eine Infoveranstaltung in Potsdam aufgezeigt hat, sind Mediziner in Brandenburg stark beim Umgang mit Coronapatienten verunsichert. Sie beklagten sich zudem über die nur unzureichenden Vorräte an Desinfektionsmitteln, Schutzkitteln, Schutzhandschuhen, Schutzbrillen und Atemschutzmasken. Angesichts dieser Umstände frage ich mich, ob das Land Brandenburg überhaupt auf den Ausbruch einer Epidemie gleich welchen Typs ausreichend vorbereitet ist?