Project Description

Magister, Diplom & Staatsexamen

Wir fordern die Beendigung des Bologna-Prozesses an den Hochschulen im Land Brandenburg. Mindestens jedoch müssen die einzelnen Fakultäten und Fachbereiche das Recht erhalten, selbst zu entscheiden, welchen Abschluss sie anbieten wollen. Das von der Europäischen Union formulierte politische Ziel, einen gemeinsamen europäischen Hochschulraum zu schaffen, ist nicht erreicht worden. In der Praxis hat sich gezeigt, dass eine durchgehende Modulari-sierung aller Studiengänge undurchführbar ist und der Versuch bereits zu deutlichen Einschränkungen der wissenschaftlichen Qualität der Lehre geführt hat.

Duale Berufsausbildung stärken

Wir sehen es als eine wesentliche Aufgabe an, die gesellschaftliche Anerkennung nichtakademischer Abschlüsse und Berufe zu fördern. Die Ausbildung muss zudem zeitlich besser an den jeweiligen Branchenbedürfnissen angepasst werden. Die Ausbildung in Unternehmen und staatlichen Berufsschulen ist ein Erfolgsmodell. Immer höhere Abiturienten- und Akademikerquoten sowie der Mangel an qualifizierten Bewerbern haben aber in den letzten Jahren den Nachwuchs in den Ausbildungsberufen gefährdet.

Erhalt des Gymnasiums

Wir wollen das Gymnasium erhalten und stärken, da es die Schulform ist, welche die Voraussetzungen für die Aufnahme eines Hochschulstudiums vermittelt. Das Abitur muss wieder eine Studienbefähigung sein und darf keine bloße Erlaubnis darstellen. In den letzten Jahren hat eine starke Herabsetzung der Leistungsstandards stattgefunden. Dies ging einher mit einem hohen Schüleranteil, der auf das Gymnasium wechselte, dem aber vielfach das Interesse oder die Befähigung für wissenschaftliches Denken und Arbeiten fehlt.

MINT-Fächer fördern

Studiengänge mit natur- oder ingenieurwissenschaftlichen Schwerpunkten müssen unserer Meinung nach besonders gefördert werden, da deren Absolventen in der Regel im besonderen Maße zu unserem Wohlstand beitragen. Neueste Technologie, ausgereifte Technik und hervorragende Qualität haben in der Vergangenheit den guten Ruf von „Made in Germany“ begründet. Als rohstoffarmes Land kann nur eine technologische Spitzenposition langfristig unsere führende Wettbewerbsposition und damit unseren Wohlstand sichern. Dies gilt heute und noch mehr zukünftig durch die Herausforderungen von demografischem Wandel und Globalisierung.

Fernuniversitäten fördern

Die Angebote öffentlicher Fernuniversitäten ergänzen das staatliche Angebot und ermöglichen ein Studium auch denjenigen, die nicht permanent an einem Studienort anwesend sein können oder nebenberuflich in Teilzeit studieren wollen. Mit dem Ausbau der Breitbandversorgung wird auch diese Form der Aus- und Fortbildung an Attraktivität gewinnen. Sie bietet eine Chance für den ländlichen Raum, weil auch dort abseits der Ballungszentren studiert werden kann, eine kostengünstige Alternative zum Präsenzstudium, eine Chance für ein nebenberufliches Universitätsstudium sowie für ein Aufbaustudium und zur Fortbildung.

Wohnortnahes Grundschulangebot

Wir wollen neue Wege beschreiten und kleine, einzügige Grundschulen erhalten oder, wo nötig, neu einrichten. Der mit der demografischen Entwicklung eintretende Rückgang der Kinderzahlen wird insbesondere im ländlichen Raum auch ein Schrumpfen der Schülerzahlen mit sich bringen. Damit wird es schwerer, Grundschulangebote in Wohnorts-nähe anzubieten. Für Kinder in Grundschulalter ist ein wohnortnahes Angebot des schulischen Unterrichts aber von besonderer Bedeutung.

Förderschulen anstatt Inklusion

Wir wollen das ehemals gut funktionierende System der Förderschulen erhalten und ausbauen. Im Mittelpunkt sollen das Kinderwohl und die individuelle Förderung stehen. Das auch im Land Brandenburg praktizierte System der so genannten Inklusion muss bereits zum gegenwärtigen Zeitpunkt als gescheitert angesehen werden. Personalmangel und unzureichende finanzielle Ausstattung der Schulen zeigen schon jetzt, dass die wesentlichen Ziele, die damit verbunden werden, nicht zu erreichen sind.

Abhängigkeit von Drittmitteln

Wir wollen die Abhängigkeit unserer Hochschulen von Drittmitteln und damit die unkontrollierte Einflussnahme von außen reduzieren. Durch die Stärkung der Autonomie und Leistungsfähigkeit der Hochschulen mittels einer deutlich höheren Grundfinanzierung sowie der Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen unserer Wissenschaftler soll die Attraktivität Brandenburgs für Akademiker sowie Studenten gesteigert werden. Forschung und Lehre müssen nach wissenschaftlichen Kriterien ergebnisoffen, neutral und unter Einbeziehung aller Argumente und Wissenschaftler gestaltet werden.